Gedanken am frühen Morgen - Papier bleibt in seiner Farbe

Gedanken am frühen Morgen - Papier bleibt in seiner Farbe

5 Minuten

Beschreibung

vor 11 Monaten

Wenn wir nach dem Ausspruch der himmlischen Wahrheit über jedes
Wort, das wir unnütz reden, Rechenschaft zu geben haben; oder
wenn jeder Knecht, falls er die ihm anvertrauten Talente der
geistlichen Gnade, die doch zum Zweck der Mehrung durch
Zinszuwachs auf dem Geldmarkt anzulegen waren, sei es nach Art
eines ängstlichen Wucherers, sei es nach Art eines geizigen
Besitzers, in sein Erdreich vergräbt, bei der Rückkehr des Herrn
nicht in geringe Ungnade fällt, muß sich uns mit Recht, da uns
trotz der schwachen Begabung die strengste Pflicht zur
Nutzbarmachung der anvertrauten Aussprüche Gottes im Herzen des
Volkes obliegt, die Besorgnis aufdrängen, es möchte auch von
unserem Predigtworte Zinsertrag gefordert werden, umso mehr, als
der Herr von uns nur das Mühen, nicht den Erfolg verlangt. Daraus
reifte denn der Gedanke zu einer schriftlichen Abhandlung. Ist
doch das gesprochene Wort mehr als das geschriebene der Gefahr
der Beschämung ausgesetzt: das Papier errötet nicht.



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