#5 Der Bluttest auf Trisomie 21 in der Pränataldiagnostik – sicher oder verunsichernd?
32 Minuten
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Beschreibung
vor 11 Monaten
Seit Juli 2022 gibt es den nicht-invasiven Pränataltest, kurz
NIPT, in Deutschland als Kassenleistung – wenn eine Schwangere
den Test möchte und ihre Ärzt*in ihn verschreibt.
Der NIPT ist ein Test, mit dem genetische Abweichungen beim
werdenden Kind im Mutterleib erkannt werden können – zum Beispiel
das Down-Syndrom.
Wie sinnvoll die Kassenzulassung ist – darum hat es eine
kontroverse Debatte gegeben. Der Test ist niedrigschwellig, es
reicht eine Blutabnahme und eine Laboruntersuchung, um Hinweise
auf Trisomien wie das Down-Syndrom zu bekommen.
Der Test gibt diese Hinweise zwar zuverlässig. Er hat aber
auch eine hohe Falsch-Positiv-Rate.
Und, anders als häufig behauptet, macht er eine weiterreichende
Diagnostik, etwa Fruchtwasseruntersuchungen, nicht
überflüssig.
Kritiker*innen sagen: Der Test und erst recht seine
Kassenzulassung setze ein falsches Signal und wirke sich negativ
auf die Akzeptanz von Behinderungen in unserer Gesellschaft
aus.
In Folge 5 erklären wir, wie der NIPT-Test funktioniert – was er
kann und was er nicht kann. Und wir sprechen mit dem
Pränatalmediziner Prof. Dr. Alexander Scharf, der die
Kassenzulassung des NIPT-Tests und die Kommunikation drumherum
kritisch sieht.
Weitere Informationen:
Interview mit der Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Constanze
Spieß über die Sprache in Debatten zu bioethischen
Themen
www.die-debatte.org/praenataldiagnostik-interview-spiess/
Interview mit dem Medizinsoziologen Dr. Christopher Kofahl über
seine Studie zum Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für
Eltern mit einem pflegebedürftigen Kind
www.die-debatte.org/praenataldiagnostik-interview-kofahl/
Versicherteninformation zu NIPT
www.g-ba.de/downloads/17-98-5156/2021-11-09_G-BA_Versicherteninformation_NIPT_bf.pdf
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