Episode 17 - Der Lärm der Menschen und Maschinen

Episode 17 - Der Lärm der Menschen und Maschinen

4 Minuten
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Die Klänge der Erde, der Natur und der Menschenleben...

Beschreibung

vor 3 Jahren

Natürliche, menschliche und maschinelle Klänge in der
Stille der Natur, einem Dorf und in der Stadt…


Wenn die Natur klingt, ist es, wie das Wort „Klang“ dies ohne
Zweifel auch impliziert, wohl, im Sinne schöner, wohlklingender
Töne, Der Mensch ist ebenso, wenn er natürlich, kunstvoll bleibt
und seine Mittel überhöht, seine Stimme oder seine Musik zielen
auf einen Wohlklang ab und für die längste Zeit seiner Existenz
hat die Musik des Menschen einen Klang, der auch in der Natur
seinen Platz findet.


Wie sehr unterscheidet sich dagegen jedoch der Lärm der Menschen
und Maschinen und im Gefolge dazu die Musik der Neuzeit, wobei
dies natürlich bereits wertend klingt, obwohl das nicht
notwendigerweise unser Anliegen ist. Es bleibt die Frage, ob sie
jedoch tatsächlich auf den Wohlklang abzielen.


Die Menschen und vor allem Autoren und Künstler um die Zeit des
19. Jahrhunderts, die sich dem Naturalismusverschrieben hatten,
einer Kunst- und Literarischen Gattung, die sich unmittelbar mit
dem neuartigen Einbruch der Maschinen in unsere Welt
beschäftigte, ja diese in Literatur und Bildern konfrontierte,
empfanden diese oft als Ungetüme, ähnlich wie der Autor es in der
surrealen Erzählung „Der Zug“ gestalte oder Gerhard Hauptmann in
seinem "Bahnwärter Thiel“.


Dass Maschinen produzierte Töne wohlklingend sein können, beweist
die elektronische Musik, einem Thema, dem wir uns auch in den
Spurenklängen gewidmet haben und weiter widmen werden.


Dennoch passt sie oft nicht in ein natürliches Ambiente.


Während man Klassik oder gewisse Musik, vor allem jene der
menschlichen Stimme im Wald erklingen lassen kann, ohne dass
diese die Natürlichkeit des Ortes stören, empfindet man moderne
oder zeitgenössische Musik als unglaublich störend, ähnlich wie
man es beim Lärm von Maschinen, in Form von Autos, Flugzeugen
oder Industrielärm ebenfalls empfindet.


Die Stille des Waldes wird jäh durch Auto-, Flugzeug- oder
anderen Formen des Lärms gestört.


Maschinelle Musik, obwohl auf Wohlklang ausgerichtet, ist ein
Teil der von Menschen gemachten industriellen Welt und passt
nicht in die Natur.


Dies muss kein Kriterium für ihre Existenzberechtigung per se
sein, ob sie in der Natur ihren Platz hat oder nicht.


Die Natur ist still, gibt jedem Klang ihren Raum, kann aber in
ihrer zerstörerischen Form lärmend und beängstigend sein, wenn
das Wasser über die Ufer tritt oder der Wind in seiner
ungebändigten Stärke ganze Bäume abknickt.


Lärm hat etwas Zerstörerisches und Beängstigendes, er reißt uns
aus der Balance der Existenz und kann deshalb als unnatürlich
bezeichnet werden.


Und dennoch ist er, als ein Teil unseres Lebens, ein Aspekt
unserer alltäglichen Klangwelten.


Die menschliche Sehnsucht nach Wohlklang und Harmonie stammt tief
aus der Natur, wo sie ebenfalls in vielerlei Form erscheint.


Als Kontrast und Erinnerung dazu geben wir heute dem Lärm der
Menschen und Maschinen in unseren Spurenklängen einen Raum,
unsere Sehnsucht nach der Schönheit der Natur und der Musik
nährend.


2021 Spurenkreis | Radio, im Mai 2021


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