Episode 041: Der Boxer und der Tod (Boxer a smrt), 1963
Peter Solans Film umreißt das Überleben im KZ als schreckliche
sportliche und soziale Performance und ist und ein stilistisches
Meisterwerk mit atemberaubenden Schauspiel von Manfred Krug und
Stefan Kvietik.
51 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Jahren
Der KZ-Insasse Jan Komínek (gespielt von Stefan Kvietik) soll
ermordet werden, da entdeckt Lagerkommandant Kraft (Manfred Krug)
zufällig seine Talente – Komínek war früher Amateurboxer. Ab jetzt
muss Komínek alle drei Tage gegen Kraft antreten. Es geht um sein
Leben: schlägt er Kraft, muss er sterben. Bietet er zu wenig
Herausforderung, ist sein Tod genauso besiegelt. Peter Solans Film
stellt das Konzentrationslager als entsetzliche sportliche und
soziale Performance dar, in der Regelsysteme immer wieder
behauptet, aber nie eingehalten werden. Wir unterhalten uns über
Kvietiks und Krugs atemberaubende Performances – nie wurden Krugs
proletarische Bulligkeit und Jovialität besser eingesetzt, und
Kvietik gelingt praktisch ohne Dialog eine faszinierend ambivalente
Figurenzeichnung. Uns interessiert außerdem, wie Peter Solan immer
wieder unterschiedliche stilistische Register zieht, vom
nüchtern-dokumentarischen über alptraumhafte Momente hin zu
Reproduktionen historischer Fotografien.
ermordet werden, da entdeckt Lagerkommandant Kraft (Manfred Krug)
zufällig seine Talente – Komínek war früher Amateurboxer. Ab jetzt
muss Komínek alle drei Tage gegen Kraft antreten. Es geht um sein
Leben: schlägt er Kraft, muss er sterben. Bietet er zu wenig
Herausforderung, ist sein Tod genauso besiegelt. Peter Solans Film
stellt das Konzentrationslager als entsetzliche sportliche und
soziale Performance dar, in der Regelsysteme immer wieder
behauptet, aber nie eingehalten werden. Wir unterhalten uns über
Kvietiks und Krugs atemberaubende Performances – nie wurden Krugs
proletarische Bulligkeit und Jovialität besser eingesetzt, und
Kvietik gelingt praktisch ohne Dialog eine faszinierend ambivalente
Figurenzeichnung. Uns interessiert außerdem, wie Peter Solan immer
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