Der französische Dichter Nicolas Rétif de la Bretonne und sein ungekanntes Meisterwerk

Der französische Dichter Nicolas Rétif de la Bretonne und sein ungekanntes Meisterwerk

53 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Es ist ein ungeheures Unterfangen, das Rétif de la Bretonne in der
Vorrede seines Buches ankündigt: »Ich gehe daran, Ihnen hier das
ganze Leben eines Ihrer Mitmenschen vorzulegen, ohne etwas zu
verschleiern, weder von seinen Gedanken, noch von seinen Taten. Der
Mensch, dessen Seele ich hier anatomieren werde, konnte allerdings
kein anderer sein als ich selbst.« Und er macht ernst - völlig
ungeschminkt erzählt er alles, was ihn einst bewegte, alles, was er
tat, und alles, was er dachte: Gutes wie Böses, Edles,
Niederträchtiges, Verwerfliches, Peinliches, Obszönes, Widerliches,
Naives, Lobenswertes. Alles. Und er schreibt damit eines der
schonungslosesten, aber auch großartigsten Memoirenwerke aller
Zeiten, ebenbürtig einem Samuel Pepys, Jean-Jacques Rousseau oder
Giacomo Casanova. Von der Jugend auf dem Land über die Zeit in der
Klosterschule bis in die Zeit als Drucker und Schriftsteller in
Paris, wo er zum berühmtesten Beobachter der niederen Stände wird.
Unzähligen Frauen begegnet der leicht entflammbare und triebhafte
Rétif auf seinem Weg, und auf alle möglichen Weisen versucht er
sich ihnen zu nähern. Er liefert ein ungemein reichhaltiges
Zeitbild Frankreichs vor und während der Revolution - und eine
Tiefenbohrung in die menschliche Psyche, wie es sie vorher noch nie
gab und auch lange danach nicht mehr geben sollte. Der Autor des
Porträts des französischen Dichters ist der Schriftsteller und
Übersetzer Reinhard Kaiser. Er wird am 7. März 75 Jahre alt.

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"hr2 Dokumentation und Reportage"